Dienstag, 2. August 2011
Samstag, 30. Juli 2011
Donnerstag, 14. Juli 2011
Mittwoch, 15. Juni 2011
Freitag, 10. Juni 2011
Sonntag, 8. Mai 2011
Montag, 25. April 2011
Dienstag, 19. April 2011
Sonntag, 10. April 2011
Freitag, 1. April 2011
Donnerstag, 31. März 2011
Catastophe Aid Fund for Precarious Workers in Japan
Who are the "Freeters"?
Precarious workers are the other side of the glittering facades of the Japanese export economy. They existed for a long time, during the neoliberal reforms of the 90s but during the current economic crisis, their numbers exploded. There are hundreds of thousands among them, somehow getting by from one low-paying job opportunity to the next. Many are young, many are educated. They are socially stigmatized and marginalized, often crammed together in barracks on the outskirts of large cities, many homeless. Some of them call themselves "freeters", an invented word, a contraction of "freelancers" and "Arubaito" (from the German word for work), a Japanese term for day labor or temporary work. Freeters are also recruited in Japan as "disposable workers" who do dirty and work for a minimum wage. Also among workers who are currently trying to contain the disaster caused by the destroyed nuclear reactors at the Fukushima nuclear power plant you should find "disposable workers". For several years, Freeters have been trying to organize themselves in trade unions and get out of the hellish exploitation and social exclusion.
Why the solidarity and aid fund?
Some may wonder why we have launched an independent aid and solidarity fund in support of Freeters. We have done this because we know from past experience that in the face of disaster, not all are equal. If you have money or influence, you have more ways to cope with the consequences. Those already destitute and in the margins of society face a much more difficult situation in the event of a natural or man-made disaster. This is how disaster management looks under capitalist conditions. We understand the fund as a direct act of solidarity among workers. We know that given the scale of the disaster and in view of the nuclear threat, what we can do is still too little. But we will not forget that Freeters went to the streets in different Japanese cities in 2010 to support FAU's industrial action at Kino Babylon Mitte and the threat of the de facto banning of the union.
What should the money be used for?
We will decide on the use of the money based on our existing contacts and in consultation with organizations of Freeters like the "Freeters Zenpan Roso." How that will look in any particular case will depend on how the disaster develops. It is possible, for example, that part of the money be used, given the deteriorating food supply situation, to purchase and distribute food. In the event that the radioactive contamination spreads further, prices for less contaminated food will rise in the future. Here too support might soon be necessary. There are even Freeters who want to leave or go to less affected parts of the country to live in safety. For many of them there is the matter of money for transportation and accommodation. We have already started to support Japanese comrades there.
How can I learn more?
1. For current information about the "Freeters Solidarity fund" we have set up a special page. There we will inform people over the next few weeks of the status of contributions and current developments relating to the Fund.
http://www.fau.org/soli/freeters
2. Background information on the Freeters and Freeters union "Freeters Zenpan Roso" can be found, for example at:
http://www.direkteaktion.org/187/freeter-zenpan-roso-prekaere-in-japan (In German)
http://asnewsx.blogspot.com/ (In German and Japanese)
http://freeter-union.org/union/ (In Japanese)
www.fau.org
Montag, 28. März 2011
Aufruf für eine Kampagne zur Errichtung einer Kommune der Flüchtlinge
Es bedarf nicht der großen Reden, weder über die verheerenden Zerstörungen und Tragödien, die das Erdbeben am 11.3. verursachte, noch über die kommende katastrophische Situation. Zu dieser Stunde sehen wir, eine Koalition von Selbsthilfe-Gruppen von Obdachlosen und Arbeitern aus der Unterklasse in Sanya (einer Nachbarschaft in Tokyo, die den betroffenen Gebieten im Norden am Nächsten liegt) die Situation als nicht hinnehmbar an. Wir werden eine Kampagne starten, um die Flüchtlinge zu unterstützen. Dieser Kampf besteht in drei Aufgaben:
A) Ein System der Unterstützung durch und für die Menschen zu schaffen
B) Die Flüchtlinge aus den betroffenen Gebieten zu unterstützen und zusammen für ihre/unsere Rechte und Autonomie zu kämpfen
C) Zukünftige Flüchtlinge zu unterstützen, die es unvermeidlich durch die Folgen dieses Unglücks geben wird, und zusammen für ihre/unsere Rechte und Autonomie zu kämpfen
2.
Zu (A):
Die Japanische Regierung entsendet massive Einheiten der Selbstverteidigungskräfte in die betroffenen Gebiete. Im Gegensatz zum staatlich geleiteten Projekt besteht unsere dringlichste Aufgabe darin, ein System der Unterstützung zu schaffen, so klein es auch sein mag, das durch und für die Menschen funktioniert. Um einen Anfang zu machen, sollten wir einmal pro Woche Personen und Güter in diese Gebiete schicken. Wir nennen sie Rettungstruppen des Volkes.
Zu (B):
Die Flüchtlinge aus den betroffenen Gebieten haben bereits begonnen, in den verschiedenen, im Großraum Tokyo errichteten Einrichtungen zu leben, die allerdings jede Einmischung ziviler Unterstützungs-Gruppen zurückweisen und von denen gesagt wird, dass die von der Verwaltung ausgegebenen Rationen bei weitem nicht ausreichen, die Bedürfnisse der Menschen zu decken. Von daher ist es unsere Aufgabe, zu verstehen, was sie brauchen und dafür zu sorgen, dass sie es bekommen. Weiter ist notwendig, ein Projekt zu beginnen, in dem die Menschen ihr Leben mittelfristig durch und für sich selbst einrichten können.
Zu (C):
Der Lehman-Schock verursachte 2008 eine neue Welle von Flüchtlingen, versinnbildlicht in den sogenannten aufgegebenen Dörfern. Die obdachlose Bevölkerung in Sanya stieg dramatisch an. Aber die jetzige Situation lässt sich einfach nicht vergleichen. Bereits jetzt grassieren endgültige und vorläufige Entlassungen. Diejenigen, die wie wir obdachlos sind, wurden auf verschiedeste Art gnadenlos von den Effekten des Erdbebens getroffen.
3.
Zur Zeit ist die Regierung dabei, mehr als zehntausend Soldaten der Selbstverteidigungskräfte zu mobilisieren, während sie zugleich ihre Planlosigkeit verbirgt und versucht, jede Kritik an ihr zurückzuhalten. Unterdessen orchestrieren die Medien eine massive, aber leere Kampagne “Rettet Japan”, die in ihrer Tendenz nicht weniger bedeutet als eine neue Form totaler Mobilmachung, wie sie die Menschen schon während des faschistischen Regimes erlebten. Wir sehen darin den totalen Zusammenbruch der Art und Weise, wie Staat und Gesellschaft vor dem 11.3. organisiert wurden.
4.
Während unseres Kampfes gegen Zwangsumsiedlung und in Praxen, wie etwa der Einrichtung von Volksküchen, haben wir in den vergangenen Jahren nach einer Methode gesucht, die den Keim einer Gesellschaft des Volkes bereits im Prozess des Kampfes in sich trägt. Diese Bemühungen stecken noch in den Kinderschuhen. Angesichts der unglücklichen Situation glauben wir, dass es heute mehr denn je notwendig ist, all unsere Kräfte auf dieses Ziel zu konzentrieren. Dies muss ein aus vollem Herzen kommendes Nein zur Wiederherstellung der alten Gesellschaft beinhalten, der Wiederherstellung einer auf Atomenergie aufbauenden Gesellschaft, und eine Bewegung, die auf die Schaffung einer Gesellschaft durch und für die Menschen gerichtet ist.
5.
Wir wissen, dass wir im Moment , was materielle Macht betrifft, weitaus schwächer dastehen als das Projekt des Staates. Wir könnten sie übertreffen, wenn und nur wenn es uns gelingt, die Macht der Vielen zu sammeln. Wir rufen all jene Individuen und Bewegungen zur Zusammenarbeit auf, die unsere Zielsetzungen teilen.
21. März 2011
Arbeiterwohlfahrts-Zentrum Sanya
Sanya Kampf-Komitee
Kampf-Komitee gegen Arbeitslosigkeit
http://jfissures.wordpress.com
Statement zum Atomunfall in Fukoshima
Der gegenwärtige Zustand war zu keiner Zeit unerwartet. Viele Menschen haben wiederholt darüber nachgedacht und vor der Möglichkeit genau dieser Situation gewarnt. Vor einem schweren Unfall in einem Atomkraftwerk, die auf ein Erdbeben und einen Tsunami folgenden Wasserstoffexplosionen und dem massiven Austritt von Radioaktivität haben viele öffentlich gewarnt, nicht nur Anti-Atom-Aktivisten und Atomenergie-Experten.
Das Desaster wurde innerhalb des kapitalistischen systems selbst entwickelt.
Um den Energiebedarf von Tokyo und anderen Großstädten zu decken, wurden Millionen außerhalb der Metropolen lebende Menschen gewaltsam radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Alle Stromkonzerne Japans, mit Ausnaahme der in Okinawa, haben kontinuierlich von der Zerstörung der Lebensbedingungen der ländlichen Communities profitiert. Auch die japanische Regierung ist dafür verantwortlich, indem sie die Unternehmen durch die Erlaubnis lokale Monopole unterstützte und das legislative System in einer Art gestaltete, die dem Bau weiterer AKWs förderlich war. Stromkonzerne und Regierung müssen zahlen für ihre Schuld.
Die Regierung und TEPCO (Tokyo Electric Power Company) müssen alle geheimgehaltenen Fakten über die notwendigen Arbeiten, die im Kraftwerk von Fukoshima durchgeführt werden veröffentlichen. Welche Arbeiter laufen auf welchem Teil der Anlage herum, um die Reaktoren zu bewässern; wer verbindet die Rohrleitungen; wer öffnet die Ventile; wer wischt die rwadioaktiven Pfützen weg und ordnet es an... Wir fordern dies nicht, um eine heroische Erzählung zu schaffen, sondern um die Widerwärtigkeit der Lobgesänge auf die Arbeiter im Kraftwerk hinter uns zu lassen, die klingen, als wären sie der zum Opfer gewordene Held in Kenji Miyazawas utopischem Märchen oder die Wiederkehr des nationalen Geistes. Wir sollten uns von dieser zum Kotzen kaltblütigen Tatsache distanzieren, dass wir von den Arbeitern im Kraftwerk, um “Millionen Leben zu retten, verlangen, eine Arbeit zu tun, die wir selbst niemals machen wollen würden. Stattdessen sollten wir die Verweigerung von Arbeiten unterstützen, die Arbeiter dazu zwingt, in den Tod zu gehen.
Nun sind wir dabei, zu “Opfern der nuklearen Katastrophe” zu werden. Die ersten Opfer sind jene, die bereits jetzt radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren, während sie in den reaktoren arbeiteten, dann jene, die durch die Explosionen der Fukushima Daiichi Reaktoren auf lange Zeit mit Gesundheits-Risiken konfrontiert sind. Aber die nukleare Katastrophe ist damit nicht zu Ende. Die Unfälle werden die Landwirtschaft der gesamten Region Tohoku auf Jahre hin zerstören, und die Preise für sichere Produkte überall im Land, und anderswo, in die Höhe treiben. Gleichzeitig werden die städtischen Armen mit Sicherheit von der Verteilung sicherer Nahrung ausgeschlossen werden. Betriebe schließen aufgrund der, in Reaktion auf den Elektrizitätsmangel geplanten Stromsperre, die städtischen Armen werden unter Jobmangel und Einkommenskürzungen leiden; folglich reduziert sich ihre Kaufkraft. Wir alle sind Katastrophen-Opfer.
Wir fordern von TEPCO und der Regierung die unmittelbare Schließung aller Atomkraftwerke in Japan.
Beendet alle Geschäfte, die menschliches Leben verschlingen.
TEPCO muss allen Opfer der nuklearen Katastrophe Entschädigungen zahlen.
TEPCO muss die medizinischen und alltäglichen Kosten all jener übernehmen,die der Strahlung ausgesetzt sind, um sicherzustellen, dass sie von den gesundheitlichen Schäden, die sie erleiden, wieder genesen.
TEPCO muss allen Unternehmen die finanziellen Einbußen aufgrund der unvermeidlichen Schließung ihrer Betriebe nach dem Unfall ersetzen.
Sie müssen für alle Finanznöte derjenigen aufkommen, die zu Lohnkürzungen und in die Arbeitslosigkeit gezwungen wurden.
Wir wenden uns an alle, die nicht unmittelbar von den Folgen von Erdbeben und Tsunami betroffen sind. Verlassen wir die Endlos-Schleife der Strahlen-Nachrichten: das überwältigende Spaktakel von Tsunamis und Bränden, die Angaben zum Wasserstand in den Reaktoren, die Kommentare von stellvertretenden Wissenschaftlern und Spezialisten, die wiederholen, dass ”keine unmittelbaren Risiken für die Gesundheit” bestehen. Diese Radioaktivitäts-Information vermittelt uns eine unvermeidliche Hilflosigkeit, dass wir andere Wahl haben als zu beten; sie zwingt uns, die Enschuldigungen von Regierung und TEPCO stillschweigend zu rechtfertigen, die zu verschleiern suchen, wer und welches System verantwortlich dafür sind, die Katastrophe verursacht zu haben.
Wir glauben, dass es für uns unerlässlich ist, die Radioaktivitäts-Information außer Kraft zu setzen und damit zu beginnen, die wirklich Verantwortlichen zu benennen und strafrechtlich zu verfolgen.
17. März 2011
All Freeters' Union
Original Text:
http://d.hatena.ne.jp/spiders_nest/20110317/1300289557
Aufruf zum Generalstreik für den Atomausstieg
OH OH
Ich kann es nicht ertragen,
Nicht mehr länger...
Im Namen der Studenten, der informellen Arbeiter und der Statuslosen der Welt rufen wir zum Generalstreik auf, zum unmittelbaren Aussetzen aller Lohnarbeit, und fordern die unmittelbare Stilllegung aller Atomreaktoren und die Einstellung jeglicher Produktion von Atomwaffen. Wann, wenn nicht jetzt, können wir ein Leben ohne Atomkraft beginnen? Wo, wenn nicht in Japan, das derart unter der atomaren Katastrophe leidet, kann die Sehnsucht nach einer Welt ohne Atomenergie sich Bahn brechen?
Wenn Ihr, die Arbeiter, den Generalstreik für den Atomausstieg ignoriert, bedeutet dies, das aufkeimende Verlangen nach einer Welt ohne Atomkraft zu töten. Entsprechend der Unfähigkeit, die Kreaturen in den Unternehmen zu verurteilen, wird die Welt weiterhin von der Angst vor Atomkraft und der Dummheit der nuklearen Ideologen beherrscht werden (von denen, die Atomwaffen und Atomenergie propagieren). Nicht anders als die TEPCO (Energiekonzern von Tokio) und die NISA (Agentur für nukleare und industrielle Sicherheit) werdet ihr für alle Zeit von der gesamten Menschheit verachtet und verspottet werden.
Informelle Arbeiter, Studenten, die Armen, Lohnarbeiter und kleine Ladenbesitzer sind an ihre Arbeitsplätze in der Metropole gebunden und können nicht weg. Gebunden von der Logik des Kapitalismus versetzt sie die unsichtbare Strahlung just in diesem Moment in Angst und Schrecken. Der radioaktive Wind schlägt ihnen ins Gesicht, und doch können sie ihre Pflichten nicht vernachlässigen. Die Armen (oder wir) sind die Gestalt der heutigen Welt. Inmitten der Katastrophe, gebunden an den Kapitalismus, die Angeklagten der Katastrophe, dazu gebracht, der Katastrophe selbst zu dienen – in diesem Sinne Gestalten dieser Welt. Diejenigen auszurangieren (uns selbst), die in der Metropole bleiben, deren Exodus dringend empfohlen wird, ist nicht nur gleichbedeutend damit, sie (uns selbst) in den Abgrund von Tod und Verzweiflung zu stoßen, sondern auch die von ihnen (uns selbst) verkörperte Welt.
Lasst uns auf das Lied des Windes hören. Der Wind kennt die Antwort, die einzige Antwort besteht in einer Verschiebung, hin zu einer Welt ohne Atomkraft. Die Ausstieg aus der Atomenergie ist die Verpflichtung der gesamten Menschheit und seine Verwirklichung beruht auf dem unmittelbaren Verlassen der Arbeitsplätze von uns japanischen Arbeitern. Wenn Ihr den Mut habt, diesen Streik durchzuführen, wird die gesamte Welt mit Worten der Unterstützung und Taten der Solidarität antworten. Eine globale Bewegung wird entstehen, die den Herrschern der Welt für die Stilllegung der Atomreaktoren das Messer an den Hals setzt. Wenn Ihr den Streik feige ignoriert, wird die ganze Welt erfüllt sein von Bestürzung und Trauer. Der mit Atomenergie vollgepackte Planet wird euch weiter verhöhnen und die Pro-Atomkraft-Ideologen werden nicht einmal verbergen, wie sie euch herabwürdigen. Ihr werdet von der Welt weiterhin als „Sklaven der Konzerne“ verachtet werden.
Wir möchten euch bitten, noch einmal darüber nachzudenken, was eure Arbeitgeber euch verdammt noch mal gegeben haben. Die gegenseitige Unterstützung, Brüderlichkeit und Einvernehmlichkeit, die ihr am Arbeitsplatz mit euren Kollegen teilt, sind keine Geschenke der Unternehmen, sondern Beweis eurer eigenen Kraft. Bitte, unterschätzt nicht euer eigenes Potential. Denkt ihr, dass eure Arbeitgeber eure hochgeschätzten Familienbande und die Beziehungen zwischen euch schützen würden? Während ihr die Situation gebannt auf Bildschirmen verfolgt und versucht, sie richtig zu beurteilen, leben Mütter und schwangere Frauen ein furchtbares Leben in Angst vor Verstrahlung. Könnt ihr, nach alledem, damit fortfahren, ihnen zu sagen: „Keine Panik, macht euch keine Sorgen“? Wir sagen es noch einmal: Bitte, unterschätzt euer eigenes Potential nicht.
Es ist ein Krieg im Gange, in dem es keinen Feind gibt. Die gleichen Wasserwerfer, die in Ägypten auftauchen, um die revolutionären Kräfte niederzuwerfen, spritzen hier in Japan Wasser auf die Reaktoren, die sich heißen Stein verwandeln. Die Truppen, deren Aufgabe es angeblich ist, Angriffe der Achse des Bösen abzufangen, kämpfen gegen die Reaktoren, von denen dampfartige Substanzen aufsteigen.
Während das Trugbild der Nach-Kriegszeit ins Flimmern kommt, wartet der Nationalismus des ideologisch aufgeladenen Arbeiters im neuen Gewand des Wiederaufbaus darauf, die Bühne zu betreten. Es ist zum allgemeinen Verständnis der Welt geworden, dass Katastrophen nichts weiter sind als Geschäftsmöglichkeiten, die Utopie der Macht.
In den Hinterzimmern der Weltgipfel diskutieren die Führer der Welt ihre Nach-Katastrophen Doktrin. Wir sind einfach sprachlos, fragen uns, ob selbst diese einzigartige Verzweiflung, selbst diese einzigartige Hoffnung, die aus der Verzweiflung erwächst, letztendlich mobilisiert, verwaltet und regiert werden wird.
Selbst wenn der Rückfall in ein kritisches Stadium verhindert werden kann, das Vertrauen in Japan kann niemals wiederhergestellt werden. Es ist nicht mal einen Witz wert, dass das einzige von Atombomben verheerte Land in der Welt eine mit Three Mile Island und Tschernobyl vergleichbare atomare Katastrophe herbeigeführt hat. Das Vertrauen in den japanischen Kapitalismus ist verloren. Wenn sich Japan in irgendeiner Weise um seine Vertrauenswürdigkeit schert, muss es alle atomaren Unternehmungen stoppen und eine Bewegung initiieren, das globale nukleare Regime zu stürzen.
Beginnen wir einen wirklichen Krieg! Godzilla und Gwoemul, die Schrecken verbreitenden Kinder der Strahlung, mögen die Feinde der Herrscher und Unternehmen sein, unsere sind es nicht. Unser wirklicher Feind sind die Kapitalisten, die diese Monster erschaffen und die Welt mit ihnen bevölkert haben. Es ist höchste Zeit, sie von der Bühne zu werfen, ihnen jede Basis zu nehmen und diese Welt von ihnen zu befreien. Unsere Waffe ist der Generalstreik. Verlassen wir die wertlosen Arbeitsplätze, vertreiben wir den Geist mit Namen Ökonomie und tun wir alles, um den Opfern zu helfen. Jetzt!
19. März 2011
Komitee des Generalstreiks für den Atomausstieg
Freitag, 25. März 2011
Eine Email von einem Genossen der Freeter Union in Tokyo (FRZK)

GenossInnen!
Ich fahre mit der ersten Gruppe unserer Hilfsbrigade, die wir organisiert haben, jetzt (24.03.2011) in die betroffenen Orte. Unsere Gruppe besteht aus AnachistInnen der Freeter Union (Tokyo), Freie
ArbeiterInenn Union (Osaka), Kamagasaki Patrol (Osaka), Nojiren (Tokyo), Mitama Freie ArbeiterInnen Union (Tokyo), Mitgliedern verschiedener anarchistischen Gruppen, und weiteren Freiwilligen. Wir versuchen auch Kontakt zu den Streikenden von Sanya (Tokyo) aufzunehmen.
Ich würde vorschlagen, dass das Bündnis die Koordination der Hilfssendungen und Spendengelder übernimmt. Es war zuerst unklar, ob die Hilfsgelder, an staatliche Organisationen gehen sollten (es gab noch keine eigene Infrastruktur). Nun ist es uns aber endlich gelungen, unsere eigene Hilfsgruppe aufzubauen, die mit den freien Hilfsorganisationen der Obdachlosen, Behinderten und älteren Menschen in den betroffenen Orten, wie z.B. im AKW-Bezirk Fukushima I und II zusammenarbeiten, welche durch die Regierung und die Pro-Regierungsorganisationen im Stich gelassen werden. Jetzt kann ich versichern, dass wir die Spenden annehmen und selbst verteilen können. Wir nehmen im Rahmen der „ Hilfsbrigade“ neben den Spenden die uns über die FAU-IAA weitergeleitet werden auch die Spenden der IWW an.
Schöne Grüße an die FAU-IAA, alle UnterstützerInnen und die Freeter Union Fukuoka.
(…) Mich kann man ab heute nicht mehr erreichen, weil ich in die betroffenen Orte fahre.
Ich werde dort wahrscheinlich hoch verstrahlt.
Lasst uns das Beste hoffen!
Spendenkonto der FAU-IAA:
Konto-Nr.: 96152201
BLZ: 200 100 20
Postbank Hamburg
Stichwort: «Freeters»
Mittwoch, 16. März 2011
FAU-Soli: „Freeters Relief Fund“ gegründet

FAU-Soli: „Freeters Relief Fund“ gegründet
In Japan zeichnet sich nach einem Erdbeben der Stärke neun und einem z.T. über zehn Meter hohen Tsunami eine zusätzliche nukleare Katastrophe ab. Die FAU-IAA hat sich deshalb entschlossen mit dem „Freeters Relief Fund“ einen Hilfsfond einzuricheten. Einerseits sollen damit die GenossInnen in Japan finanziell unterstützt werden, andererseits wird es ggf. nötig sein anstelle von Bargeld Hilfpackete mit haltbaren Lebensmitteln, Medikamenten usw nach Japan zu schicken. Zu guter letzt sollen die Mittel im Falle eines Falles auch helfen Japan ggf. zu verlassen... - Überweist bitte auf folgendes Konto:
Freie Arbeiter- und Arbeiterinnen Union (FAU)
Postbank Hamburg
BLZ: 200 100 20
Konto: 961 522 01
Verwendungszweck: „Freeters Relief Fund“ oder "Freeters Fund"
Helft unserem Freund und Genossen A.:
Am 17.03.2011 wird unser Genosse A. aus Japan in der BRD eintreffen. Für ihn sammel wir (FAU-Düsseldorf) gesondert Geld. Der Flug aus Japan kostet 1.800€, die er sich vor Ort leihen musste. Je eher wir in der Lage sind dieses Geld nach Japan zu überweisen desto besser - es wird dort dringend gebraucht. Denn trotz zwei erschütternder Naturereignisse und der sich im vollem Gang befindlichen nuklearen Katastrophe hat der Kapitalismus nicht aufgehört zu existieren. Trinkwasser, Nahrung, Medikamente und selbst Beerdigungen kosten weiterhin Geld. Darum überweißt bitte auch speziell für unseren freund und Genossen A. auf unser Konto:
FAU-Düsseldorf - Gewerkschaft für alle Berufe
Volksbank Rhein-Ruhr eG
Kto.: 111 252 000 5
Verwendungszweck: MANGA
BLZ : 350 60 386
IBAN: DE25 3506 0386 1112 5200 05
BIC: GENODED1VRR
団結ーFAU Info 2011年3月19日
破局 - 日本のプレカリアート労働者たちへの支援基金
原文:http://www.fau.org/soli/freeters/art_110319-151228
3月11日に起こった地震と津波による破壊、 そして今も続く破壊された福島原子力発電所によってもたらされた核による破滅の危機を受けて、FAU-IAAは 日本のプレカリアート労働者たちに向けて『フリーター団結・支援基金』を設立することを決定しました。アナルコ・ディカリスト労 働組合として私たちはまず もって、この破滅的な災害によって社会から排除され、悲惨な労働および生存条件を共用されているプレカリアート労働者(フリー ター)たちのことを考えてい ます。FAU-IAAはすでに基本金を基金のために用意しました。加えてFAU-IAAはこのフ リーター団結・支援基金のための寄付を呼びかけています。この基金は日本のプレカリアート労働者たちの自助組織のひとつであるフ リーター全般労組と綿密な打ち合わせの上、使用されます。…(受付先口座の情報なので省略)…小口の寄付も歓迎します。
『フリーター』とはどのような人たち?
プレカリアート労働者たちは眩しく輝 く日本の輸出経済の裏面です。既に1990年代の新自由経済への移行の時代から 彼/女たちは存在していましたが、近年の経済危機によりその数は爆発的に増えています。彼/女たちの 中には、低賃金な短期雇用によって糊口をしのいでいる人たちもいます。多くは若者で、高学歴な人たちも多く存在します。家を失っ ている人たちも多く、彼/女 たちは社会的スティグマを烙印、排除され、大都市のバラックのような家に寄り添わざるをえなくなっていたりもします。中には自分 たちを「フリーランサー」 と「アルバイト(あるいはアルバイター)」の合成語であるフリーターを名乗っています。フリーターとは日給や派遣雇用で働く人た ちを指しています。フリー ターとは使い捨ての労働力の確保をし、危険で不快な仕事を最低の賃金でこなさせるために雇用される人たちのことです。「使い捨て の労働力」とは今、福島第 一原発のこれ以上の破壊による破滅を防ぐため必死で作業をしている人たちのことでもあります。数年前から、フリーターたちは自ら 労働組合を組織し、搾取の 地獄と社会的排除を防ぐため抵抗を続けています。
何のための団結・支援基金?
人 によっては、なぜフリーターを支えるために独立した団結・支援基金が必要なのかと質問します。私たちが基金を設立したのは、過去 から既に、このような破滅 に際して、皆が平等でないことを知っているからです。資金と影響力を持つ人たちは、今後起こるであろう事態の中、より多くの機会 を持っています。何ももた ない人たち、あるいは失った人たち、社会の隅に追いやられた人たちは、今回のような大災害では著しく手の悪いカードを握らされま す。これが、資本主義とい う条件下での災害マネージメントなのです。私たちはこの基金を、労働者たちの直接的な団結のためのアクションだと理解していま す。私たちは、自分たちので きることが、災害の規模の大きさと放射能の恐怖に対して小さすぎることを知っています。しかし、私たちは日本各地のフリーターた ちが2010年に、私たちFAUベルリンのバビロン・ミッテ映画館に 対する労働闘争と労働組合禁止令の脅威への支援のために路上に飛び出してくれたことを忘れていないのです。
どのように資金は使われますか?
基金からの団結のための資金の使用は、私たちが既に持っているネットワークとフリーター全般労組のような フリーター自助組織との申し合わせに基礎を置きます。個別の具体的な事柄は、今後災害がどのような事態になるかによります。可能性と しては、例えば
食糧・日用品供給が悪化した場合の買い入れや配布のために用いられることがありえます。
あ るいは、放射性物質による汚染が広範囲に広がり、汚染されていない、あるいは汚染の少ない食料の価格は上昇した場合です。あるいは近 々、災害や汚染によっ て国を去ったり、汚染の少ない地域で安全を確保したいフリーターの人たちが、緊急に支援を必要とする場合です。移動や宿泊費用の支援 も言うまでもありませ ん。既に私たちはそのための日本の同志たちへの支援を初めています。
もっと情報がほしい場合は?
1.
フリーター団結基金についての最新の情報のために私たちはサイトを特別に用意しました。次の数週 間、寄付の状況や基金に関する最新情報を得ることができます。
www.fau.org/soli/freeters
2.
フリーターおよびフリーター全般労組の詳細は以下のページからも得られます。
http://www.direkteaktion.org/187/freeter-zenpan-roso-prekaere-in-japan (ドイツ語)
http://asnewsx.blogspot.com/ (ドイツ語・日本語)
http://freeter-union.org/union/ (日本語)
Samstag, 12. März 2011
Freitag, 11. Februar 2011
Tokyo Freeters Union (aus Direkte Aktion)
| Freeter Zenpan Roso – Prekäre in Japan Seit 2004 suchen prekäre ArbeiterInnen in Japan nach neuen Wegen der Organisierung – und entdecken dabei den Anarcho-Syndikalismus wieder. Der japanische Nachkriegs-Traum von der Errichtung einer durch die Mittelklassen bestimmten Gesellschaft liegt heutzutage begraben unter dem Schutt der allerorts präsenten Baustellen. In Japan rettet sich der Großteil der jungen Menschen von einem befristeten Job in den nächsten, ohne viele Aussichten darauf, jemals einen festen Arbeitsplatz ergattern zu können. Zu diesen jungen Leuten gehört auch der Großteil der UniversitätsabsolventInnen, denen eigentlich einmal die Führungspositionen zugedacht gewesen waren. Freeter (1) sind eine neue Erscheinung im japanischen Alltag, wo das Versprechen einer lebenslangen Anstellung für die gesamte Nation heute nicht mehr ist als eine Legende aus einer toyotistischen Vergangenheit (2). Freeter sind Leute, die dazu gezwungen sind, ihren Lebensunterhalt dauerhaft mit miesen Jobs zu bestreiten. Das also, was man heutzutage als „Prekariat“ bezeichnet. Mittlerweile findet man überall in den Parks, in der Nähe von Flussufern und in anderen freien Flecken immer mehr Leute, die dort unter blauen Planen hausen. Die meisten Obdachlosen sind Männer mittleren Alters, die während der Rezession Mitte der 90er Jahre ihren Job verloren haben. Einige verbringen die Nacht in der Kabine eines Internet-Cafes, bevor sie sich am nächsten langen Tag wieder auf die Jagd nach einer Arbeitsgelegenheit machen. Was ist ihnen zugestoßen? Die neoliberalen Reformen Die Grundlagen der aktuellen Situation wurden unter der Decke der von einer Wachstumsblase begleiteten neoliberalen Umstrukturierung der Gesellschaft während der 80er Jahre gelegt. Die sozialen und öffentlichen Bereiche wurde getreu den Prinzipien einer reinen Markt-Ökonomie abgebaut. Das Wohlfahrtssystem wurde ausgehöhlt – das Ergebnis war eine brutale Klassenspaltung. Die Gewerkschaften staatlich-kontrollierter Betriebe, einschließlich der mächtigen Kokuro National Railway Union wurden im Zuge der Privatisierungen aufgelöst. Sie wurden mehr oder weniger von Pseudo-Gewerkschaften aufgesogen, die sich den Interessen der Unternehmensgruppen – der Keiretsu – unterordneten. Bis zu diesem Zeitpunkt konzentrierte sich die prekäre Arbeit – die „industriellen Reservearmee“, wie Marx sie nannte – im Wesentlichen auf die Baubranche. Die Tagelöhner (hiyatoi) lebten ghettoisiert in den heruntergekommenen Wohn- und Rekrutierungskomplexen (Yosebas) der großen Städte – Sanya in Tokio, Kamagasaki in Osaka, Kotobuki-cho in Yokohama und Sasajima in Nagoya. Diese Arbeiter waren es, die mit Blut und Tränen den japanischen Nachkriegs-Wohlstand schufen (3). Trotz ihrer Arbeit aber blieben sie stets an den Rand der japanischen Gesellschaft gedrängt. In Boom-Phasen auf dem Bau nahm die Schikane durch die Arbeitsvermittler (Tehaishi) stets zu. Verantwortlich dafür waren meistens Gangster (Yakuza), die durch angedrohte oder ausgeübte Gewalt nicht nur einen Teil des Tagelohns einkassierten, sondern auch sonst noch alles, das sie in die Finger bekommen konnten. Heute sind viele der Yosebas verlassen, weil der Bau-Boom vorbei ist und die Methoden der Rekrutierung sich verändert haben. Anstelle die Tagelöhner mit Kleinbussen in den Yosebas abzuholen, rufen die Vermittler heute einfach zu jeder Tages- und Nachtzeit auf dem Handy an – wenn sie die Leute brauchen. Zeitgleich mit dieser Entwicklung enstanden informelle Jobs in immer mehr Bereichen. Ausgestoßen aus den Fabriken und ihren Ghettos, haben sich die Prekären im Laufe der Zeit immer mehr über das gesamte städtische Gebiet ausgebreitet, ohne dass es noch zentrale Versammlungsorte gäbe. Freeter vernetzen sich, bevor sie sich organisieren Dies ist der gesellschaftliche Rahmen, in dem sich 2004 die Allgemeine Freeter Union (Freeter Zenpan Roso, FZR) gegründet hat. Ursprung war die PAFF, ein Netzwerk von JobberInnen, „Arbeiters“ (4) Freeter und migrantischen ArbeiterInnen, die sich mit einigen aktiven StudentInnen zusammengetan hatten. Der Aufruf der PAFF zur Gründung einer Gewerkschaft der Freeter zeigte, in welchem Umfang die Strategien der Finanzkreise und die Arbeitspolitik der Regierung prekäre Bedingungen für einen großen Teil der ArbeiterInnen geschaffen hatte. Die Probleme der Freeter betreffen nicht nur die Freeter selbst, sondern die gesamte arbeitende Bevölkerung. Hauptsitz der Freeter Union ist nach wie vor Tokio, mittlerweile gibt es aber mit ihr verbundene Gruppen in etlichen anderen Städten. Die Anzahl der formell eingetragenen Mitglieder liegt derzeit bei rund 100, der Einfluss der Gewerkschaft ist allerdings deutlich größer. Sie hat viele, die mit ihr sympathisieren und eine ganze Reihe von Gruppen in unterschiedlichen Bereichen beziehen sich auf die Freeter Union. Es gibt Gruppen bei den Tagelöhnern, andere, die Obdachlose unterstützen und welche, die aus migrantischen ArbeiterInnen bestehen. Dann ist da noch die anti-kapitalistische Bewegung, das sind meist Anar-chist-Innen und andere Antiautoritäre, wie das Sanya Struggling Committee, das Sanya Workers Center. Enge Beziehungen gibt es außerdem zur Tokyo Managers Union (5), die 1993 gegründet wurde und die jüngere Gewerkschaft jetzt dadurch unterstützt, dass die die FZR einen Teil ihrer Büroräume mitnutzen kann. Wie sehr sich die Situation in Japan geändert hat, erkennt man nicht zuletzt daran, dass selbst die Discount-Filialleiter der Managers Union unter der Drohung von Entlassung zu immer weiter steigender Mehrarbeit unter zunehmend prekären Bedingungen gezwungen werden. Die Ziele Die Kampagnen der Gewerkschaft bewegen sich weitgehend im Rahmen der Arbeitsgesetze. An den Arbeitsplätzen werden aber auch alle viele Formen der direkten Aktion angewendet, darunter das Verteilen von Flugblättern, Streikposten, Singen und andere Performances, die von Musik und Aktionen begleitet sind. Es gibt eine Reihe von Firmen, die von der Freeter Union aufgrund ihrer Praktiken bevorzugt angegriffen werden. Darunter fallen auch jene Arbeitsvermittler, die sich besonders damit hervortun, die Tagelöhner dem Willen der Leihfirmen gefügig zu machen. Heutzutage sehen die Vermittler nicht mehr aus wie finstere Yakuza, sondern eher wie hippe, vielseitige Firmen. Ein typisches Beispiel ist die Goodwill Group (www.goodwill.com Die Gewerkschaft kämpft auch gegen Gesetzesvorhaben des Ministeriums für Gesundheit und Wohlfahrt, in deren Folge Niedriglöhne und Prekarität weiter zunehmen würden, so die Freeters Union. Um auf die Situation der Freeter aufmerksam zu machen, veranstaltete die Gewerkschaft im Jahre 2004 erstmals den „Freeters May Day“. Mittlerweile haben sich andere Gruppen angeschlossen und die Demonstration wurde in „May Day for Freedom and Survival“ (7) umbenannt. Am 1. Mai 2006 zog die Demonstration mit einem Soundsystem durch die Straßen von Tokio. Die Anzahl der TeilnehmerInnen war zwar recht übersichtlich, dafür war das Interesse der PassantInnen und der Presse an der Aktion jedoch umso größer. Neue ArbeiterInnen, neue Identität? Auf diese Weise ist in Japan eine Gewerkschaft entstanden, die sich als Teil des Netzwerks der radikalen anti-autoritären Bewegungen versteht. Man könnte auch sagen, sie ist wiedererstanden, denn zu Beginn des letzten Jahrhunderts gab es bereits anarcho-syndikalistische Gewerkschaften in Japan wie die Shinyûkai der Drucker und die Seishinkai der ArbeiterInnen bei den Zeitungen. Die gemeinsame Basis der Mitglieder ist ihr Anti-Neoliberalismus und in der Konsequenz Anti-Kapitalismus, wie er auch im Selbstverständnis der Gewerkschaft formuliert ist. Einige Mitglieder der Freeter Union arbeiten in einer Gesellschaft für städtische Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe mit, die sich „Dameren“ (Allianz der Verlierer) nennt. Sie entstand Anfang der 90er in Tokio als Reaktion auf den „Jeder-ist-sich-selbst-der-Nächste“-Individualismus der 80er. Die Allianz setzt sich z. B. für den gegenseitigen Zusammenhalt (koryu-suru) ein. Sie betrachtet das bloße Zusammenkommen als elementar wichtig, wie auch das Miteinander-Diskutieren über die alltäglichen Probleme, also auch darüber, warum man zu den „Verlierern“ gehört. Es geht der Dameren aber nicht darum, dass Einzelne hierdurch auf die Seite der „Gewinner“ wechseln, sondern um das kollektive Wachsen. Die Mitglieder der Freeter Union haben keine einheitliche Weltanschauung. Sie verfolgen jedoch eine Linie, zu der die Ablehnung selbsternannter Avantgarden, die Zurückweisung jeder Art von Kontrolle durch Gewalt und die Entscheidungsfindung in basisdemokratischen (horizontalen) Strukturen gehört. Diese Kultur bestand schon vor der Gründung der Gewerkschaft. Sie entwickelte sich aus einer neuen kulturellen und politischen Identität, die bei vielen Jugendlichen in Folge des Platzens der ökonomischen Blase in den 90ern Verbreitung gefunden hatte. Im Japan der Nachkriegszeit wurden der ganzen Nation eine Reihe von Idealen aufgedrängt. Dazu gehörte es, einen guten Universitätsabschluss zu machen, eine Führungsposition zu erreichen, früh zu heiraten, ein Auto und ein Haus in der Vorstadt zu kaufen, zwei Kinder zu bekommen usw. Das Erreichen dieser Ziele diente als Maßstab für den Platz in der sozialen Hierarchie. Heute sind diese Erwartungen in einem allgemeinen Klima der Krise schlichtweg absurd geworden und erscheinen der Jugnd als grausame Fesseln. Die neue Generation der Freeter stellt dieses Wertesystem, innerhalb dessen sie zu Verlierern abgestempelt und an den Rand gedrängt wurde, zunehmend in Frage. Indem sie dieses Wertesystem kritisiert, sucht sie ihrer Politik und ihrer Kultur zugleich nach einem Weg, den alten Werten zu entfliehen. Die Generation der Freeter möchte den Geist der gegenseitigen Hilfe mit Leben füllen und pflegt die Ästhetik einer selbstgewählten Abkehr von den Mar-ken-Idealen. Ausgehend von der kollektiven Diskussion hat sie begonnen, mit neuen Formen des Zusammenlebens und der gegenseitigen Hilfe zu experimentieren. Dies ist der geistige Hintergrund, vor dem in Japan eine neue Gewerkschaft aufgetaucht ist, um den Kapitalismus zu bekämpfen. Sabu Kohso (Übersetzung: robot), erschienen in Direkte Aktion 187, Mai/Juni 2008 Anmerkungen (1) arubaito – der japanische Begriff für Teilzeitarbeit oder Tagelohn-Jobs ist direkt dem deutschen Wort „Arbeit“ entlehnt. „ Freeter “ ist ein Kunstwort aus dem englischen „free“ oder „Freelancer“ und arubaito . (2) Kaizen, die „kontinuierliche Verbesserung“ ist eine Komponente des Toyotismus. Man versteht darunter eine bestimmte Form der Arbeits-organisation, die in Japan entwickelt wurde. Begleitet wurde sie dort von weitgehenden Beschäftigungsgarantien, für die Kernbelegschaften einiger strategischer Wirtschafts-sektoren, wie z.B. der Automobilindustrie. (3) Hiroshi Teshigahara zeichnet in seinem phantastischen Film „Otoshiana“ (engl. The Pitfall) aus dem Jahre 1962 ein beeindruckendes Bild dieser Zeit aus Sicht eines toten Bergarbeiters. (4) Der Autor verwendet das Wort „Arbeiters“ im Original. Es bezeichnet in Japan jemanden, der einen Teilzeitjob oder eine ungarantierte Arbeit machen muss. (5) Die Tokyo Managers Union ist eine kleine Angestellten-Gewerkschaft, in der sich Beschäftigte aus dem unteren Management organisiert haben, die sich von sozialem Abstieg und vom Druck zum Selbstmord zur Ehrenrettung der Firma betroffen fühlen. (6) Das Freeter Handbook kann von der Website der Freeter Union heruntergeladen werden. http://www.freeter-union.org/resource/freeter-handbook.pdf (7) Infos zum „Ersten Mai für die Freiheit und das Überleben“ gibt es u. a. bei: http://mayday2007.nobody.jp/index-en.html |
Mittwoch, 3. November 2010
★フランス語圏の最新情報
水曜日 2010年10月27日
同志諸氏へ
これは、先のメッセージの後の更新分である。 フランス語圏の状況は一層燃え上がっている:
一方では、生徒たちが闘争に突入している。フランス政府は”ギリシャの状況”になってしまうのではないかと危惧している。 2006年の”CPE”改悪に対峙した生徒らや学生らの闘争は、既に採択された法を撤回させることに成功した。
フランス国家実効支配地域の常日頃の警察弾圧下にある若年層は、支配機構や特に警察に対する一切の怒りを表現している。 警察暴動制圧部門との幾つかの激しい闘いがパリ近郊の幾つかの名の知れた街だけではなく仏国家実効支配地域の小さな街などのそこここで起こった。
初期に、仏政府は学生らに誤魔化すことで非難し、学園や街角での生徒・学生らの居場 所について話した。しかし、ティーンエイジャーに犯罪責任を問えるとする法が数年前に成立すると、若年層は、13才で彼・彼女らが十分に犯罪責任を問われ るなら、政治について議論することや街頭でのデモするにも十分成熟していると応じた。
現在、仏政府は、暴力のみが目的で辺り構わず壊しまくるのみの”凶漢少年”たちの恐怖を流布しようとしている。しかし、実際、この議論は殆どなされていないのに(少なくとも現在は)、民衆はなお、その運動を支持している。
もう一方では、運輸、港湾、ことに燃油供給などの幾つかの戦略的部門の労働者がストを維持し、闘争を激化させている。
少なくとも3分の2の燃油供給業者が可燃物(combustile)を使い尽くした。(ある場では封鎖で、ある場では個々人が、燃油欠乏を恐れてガソリンスタンドなどを自主管理した・・・故に、この馬鹿げたオイルショックは混沌状態を創ることでストに大きく貢献した) 燃油チェーン業者は殆ど潰れた。それは、経済の総体的崩壊を導くことだろう。故に、仏大統領自らが本日、燃料封鎖を止めさせるための軍部隊と警察を投入することを決定した。
燃油労働者は警察と対峙しないが、それとは別に闘争は続行することを決定した。 その事とはかけ離れるが、我々は幾つかの街や部門において、幾つかの自主的な組織の開始を見いだせる。それらの自主的に組織されたグループや運動が大きな規模ではないにしても、それらは総体的な運動において意味のあるインパクトとなりえた。 例えばツールーズにおいて、CNT-AITの地区労組が大衆集会群を呼びかけた。それらの大衆集会の目的は、言論の自由のため、専門家や学者どもだけの質問のためのものではなく、自主的な思考や自主組織化を拡充することを宣伝する我々の政治を行うためのものである。
最初のデモがあった頃、それらの集会には50人くらいが参集しただけだった。多くの参集者は10回目以降に増えたのだ。(10月2日=300人、同12日=500人、同17日=500人以上一説には700人とも)
そういった大衆集会群は穏やかで限定的に参集したものだった。たとえば、10月2日に、警察暴動制圧部隊が大衆集会参集者に自主的解散をするよう言ったとき、参集者は単に拒否し、ここを動かないと同部隊に答えただけである。
その大衆集会は参集した場にとどまり、議論を続け、街の中心部を封鎖・占拠した。警察はこの集会の勢いを感じると、敢えて対峙しなかった。
中心部占拠から3時間後、街の中心部で、とある自然発生的なデモが形成されるもとでも 大衆集会が続行した。そして、現在、Mirail大学、Auch、Montauban、 Figeacのような他都市(他のCNT-AIT労組がある)やPoitiers(CNT-AIT労組はない)でも組織のこの形態が広がっている。
警察の弾圧についてだが、他都市では警察暴動制圧部門は日常的にかなり神経質な状況 であり、かなり暴虐的に動く。Caenの街では、一人のデモ参加者が催涙ガス弾で右側顔を撃たれた。催涙弾のアルミ薬莢は頭蓋骨にめり込んだが、被害者は 射殺されずには済んだ。地域労組であるCaen CNT-AITがこの被害者の家族と密に連絡をとっている。この件に関して、我々は続報をするだろう。パリ近郊のMontreuilでは、ある生徒が暴動 制圧部隊の”フラッシュボール”によって撃ち倒され、顔半分を失い、片目を失う可能性がある。
他の多くの都市、特にSt Nazaire、 Le Havre、Boulogneのような港湾/宗教都市では、スト参加者と警察の激しい闘いが存在してきている。 一連の行動が始まって以来、警察は、様々な行動群において1300人超を逮捕拘束した。
それらのめざましい闘争とは別に、その他の多くの小規模な行動群が、ゼネストの思考 を大衆化しようとして組織されている。たとえば10月13日に、我々は、労働者への闘争参加呼びかけのためにAulnayのプジョー工場前でのピケに参加 した。とはいえ、我々は、多くの労働者が運動を支持していることを、そしてそれら労働者が支払うべき多くの負債を抱えているためにストに参加できないこと を言わねばならない。
それは、我々もまたサボタージュや作業遅滞、循環的経済封鎖・・・などの給金が失われることなく民衆によってなされうる行動について考えているからである。
たとえば、パリ13区の大学図書館では、労働者が各々別の日にストに入った。 そうすることで、労働者が多くを失うことなく、システムが停止されるからだ・・・
我々もまた資本とその国境を越えた様相に運動の焦点を広げようとしている。たとえば、Clermont Ferrandにおいて、我々の地域労組が、ブランドショップZaraの前でペルー国家実効支配地からの移民労働者に連帯する行動を過日のデモの間に組織した。
この土曜に始まる一週間には国家的休日があるので、仏政府はその休暇が生徒の運動群を中断し、その後、運動がはじけることはないだろうと思っている。
下記の文面は、状況を我々の立ちうるところから明らかにすべくフランス語で書かれた。あなたがたの言語に訳できるならば、我々にも知らせていただければ有り難い!
闘争は続く・・・ 絶対自由共産主義のために
アナーキー万歳!
連帯の中で (CNT AIT Paris members)
Donnerstag, 28. Oktober 2010
セクション A - アナキズムとは何か? (FAQ)
このページは「An Anarchist FAQ Webpage」の一部を翻訳したものです。未訳部分については、順次アップしていくつもりです。翻訳予定は現在のところ立っていませんが、もし翻訳を手伝ってやろうという方がいらっしゃいましたらwa7y-tkhs@asahi-net.or.jpまでご連絡ください。
セクション A - アナキズムとは何か?
イントロダクション
A.1 アナキズムとは何か?
A.1. 1 「アナーキー」は何を意味するのか?
A.1. 2 「アナキズム」は何を意味するのか?
A.1. 3 アナキズムは何故「リバータリアン社会主義」とも呼ばれるのか?
A.1. 4 アナキストは社会主義者なのか?
A.1. 5 アナキズムはどこから生まれて来たのか?
A.2 アナキズムは何を主張しているのか?
A.2. 1 アナキズムのエッセンスは何か?
A.2. 2 何故、アナキストは自由を強調するのか?
A.2. 3 アナキストは組織を容認するのか?
A.2. 4 アナキストは「無制限の」自由を認めるのか?
A.2. 5 何故、アナキストは平等を支持するのか?
A.2. 6 何故、アナキストにとって連帯が重要なのか?
A.2. 7 何故、アナキストは自己解放を主張するのか?
A.2. 8 ヒエラルキーに反対しなくてもアナキストになれるのか?
A.2. 9 アナキストはどのような社会を望んでいるのか?
A.2.10 ヒエラルキーの廃絶は何を意味し、何を成し遂げるのか?
A.2.11 何故、大部分のアナキストが直接民主主義を支持するのか?
A.2.12 コンセンサスは、直接民主主義に代わりうるのか?
A.2.13 アナキストは個人主義なのか、それとも集団主義なのか?
A.2.14 何故、任意主義は不充分なのか?
A.2.15 「人間の本性」についてはどうなのか?
A.2.16 アナキズムには「完全な」人間が必要なのか?
A.2.17 大部分の民衆はバカなため、自由社会を作れないのではないのか?
A.2.18 アナキストはテロを支持するのか?
A.2.19 アナキストの倫理観はどのようなものか?
A.2.20 何故、大部分のアナキストは無神論者なのか?
A.3 アナキズムにはどの様な種類があるのか?
A.3. 1 個人主義的アナキズムと社会的アナキズムの間にはどんな違いがあるのか?
A.3. 2 社会的アナキズムにも種類があるか?
A.3. 3 グリーン=アナキズムにはどの様な種類があるか?
A.3. 4 アナキズムは平和主義なのか?
A.3. 5 アナルカフェミニズムとは何か?
A.3. 6 文化的アナキズムとは何か?
A.3. 7 宗教的アナキストはいるのか?
A.3. 8 「形容詞のないアナキズム」とは何か?
A.3. 9 アナルコプリミティビズムとは何か?
A.4 アナキズムの主な思想家は誰か?
A.4. 1 アナキズムに近い思想家はいるのか?
A.4. 2 アナキズムに近い自由主義思想家はいるのか?
A.4. 3 アナキズムに近い社会主義思想家はいるのか?
A.4. 4 アナキズムに近いマルクス主義思想家はいるのか?
A.5 「アナーキーの実践」の実例は?
A.5. 1 パリ=コミューン
A.5. 2 ヘイマーケットの犠牲者
A.5. 3 サンジカリスト組合の構築
A.5. 4 ロシア革命のアナキストたち
A.5. 5 イタリア工場占拠運動におけるアナキズム
A.5. 6 アナキズムとスペイン革命
A.5. 7 1968年フランス5月~6月叛乱
セクション B - 何故アナキストは今日の社会システムに異議を唱えるのか?
イントロダクション
B.1 何故アナキストは権威及びヒエラルキーに反対するのか?
D.6 アナキストはナショナリズムに反対なのか?
D.7 アナキストは民族解放闘争に反対しているのか?
G.6 マックス・シュティルナーの思想とは何か?
セクション I - アナキズム社会はどのようなものになるのか?
I. 1 リバータリアン社会主義という言葉は矛盾ではないのか?
I.1. 1 ルードヴィッヒ=フォン=ミーゼスの「経済計算論」は、社会主義が機能し得ないことを証明したのではないか?
I.1. 2 ミーゼスの主張は、リバータリアン共産主義が不可能だという意味なのだろうか?
I.1. 3 市場の何が悪いのだろうか?
I.1. 4 資本主義が搾取的だと言うのならば、社会主義だってそうなのではないのか?
I.2 これはアナキスト社会の青写真なのか?
I.2. 1 何故、アナキスト社会がどのようなものになるのかを論じるのか?
I.2. 2 資本主義から一足飛びにアナキスト社会へ進むことはあり得るのか?
I.2. 3 アナキスト社会が創り出される枠組みはどのようなものなのか?
I.3 アナーキーの経済構想はどのようなものになるのか?
I.3. 1 「シンジケート」とは何か?
I.3. 2 労働者自主管理とは何か?
I.3. 3 「経済」においてシンジケートはどのような役割を果たすのか?
I.3. 4 個々のシンジケートの間にはどのような関係が存在するのか?
I.3. 5 シンジケートの諸連邦は何を行うのだろうか?
I.3. 6 シンジケート間の競争についてはどうなのか?
I.3. 7 シンジケートに参加したくない人たちはどうなるのか?
I.3. 8 アナキストは「小規模生産に専念する小規模自律型地域社会」を求めているのか?
I.4 アナキズム経済はどのように機能することになるのか?
I.4. 1 アナーキーにおける経済的活動の意義は何か?
I.4. 2 何故、アナキストは労働を廃絶したいと思っているのか?
I.4. 3 アナキストはどのようにして労働を廃絶しようとしているのか?
I.4. 4 アナーキーではいかなる経済的意志決定基準を使うことができるのだろうか?
I.4. 5 「需要と供給」についてはどうなのか?
I.4. 6 無政府共産主義では本当に需要が供給を凌ぐことになりはしないのだろうか?
I.4. 7 生産者が消費者を無視しないようにするためにはどうすればよいのだろうか?
I.4. 8 投資決定についてはどうなのか?
I.4. 9 テクノロジーの進歩は反アナキズムだと見なすべきなのか?
I.4.10 剰余分配を幅広く行うことの利点は何か?
I.4.11 リバータリアン社会主義が利益追求動機を取り除いた場合、創造性と業務遂行に悪影響があるのではないか?
I.4.12 いかなる社会主義社会でも、資本主義事業が再出現する傾向はないのだろうか?
I.4.13 「汚い仕事」や不愉快な仕事は誰が行うことになるのか?
I.4.14 仕事をするつもりがない人についてはどうなのか?
I.4.15 未来の仕事場はどのようなものになるのだろうか?
I.4.16 リバータリアン共産主義社会は効率が悪くならないのだろうか?
I.5 アナーキーの社会構造はどのようなものになり得るのか?
I.5. 1 参加型コミュニティとはどのようなものか?
I.5. 2 何故、参加型コミュニティの連邦は必要なのか?
I.5. 3 連邦の規模とレベルはどの程度のものになるのか?
I.5. 4 こうした会議全てで、本当に何かが決定されるのだろうか?
I.5. 5 参加型コミュニティと連邦は、単に新しい国家に過ぎないのではないか?
I.5. 6 リバータリアン社会主義の下では「多数派の暴政」の危険はないのだろうか?
I.5. 7 コミューンに参加したくない場合はどうなのか?
I.5. 8 犯罪についてはどうなのか?
I.5. 9 アナキズム下での言論の自由はどうなのか?
I.5.10 政党についてはどうなのか?
I.5.11 利益団体などの団体についてはどうなのか?
I.5.12 アナキズム社会は保健医療などの公共サービスを提供するのか?
I.5.13 アナキズム社会は権力の亡者に対して脆弱にならないのだろうか?
I.5.14 アナキズム社会はどのようにして自衛するのだろうか?
I.6 「コモンズの悲劇」についてはどうなのか?共有は本当に乱用と環境破壊をまねくのだろうか?
I.7 リバータリアン社会主義は個性を破壊しないのだろうか?
I.7. 1 部族文化は、コミュナリズムが個性を保護することを示しているのだろうか?
I.7. 2 これは過去や「高潔な野蛮人」を崇拝しているのではないか?
I.7. 3 個人の権利を保護するために法律が必要なのだろうか?
I.7. 4 資本主義は個性を保護しているのか?
I.8 革命中のスペインはリバータリアン社会主義が実行可能だと示しているのだろうか?
I.8. 1 スペイン革命は主として田舎の事件であり、産業化された現代社会のモデルとしては当てはまらないのではないか?
I.8. 2 アナキストはどのようにしてスペイン一般大衆の支持を獲得できたのか?
I.8. 3 スペインの産業集産体はどのように組織されていたのか?
I.8. 4 スペインの産業集産体はどのように調整されていたのか?
I.8. 5 スペインの農業協同組合はどのように組織され、調整されていたのか?
I.8. 6 農業集産体は何を成し遂げたのか?
I.8. 7 田舎の集産体は力ずくで創られたと聞いたことがあるが、本当なのか?
I.8. 8 だが、スペインの集産体は新しい技術を導入したのか?
I.8. 9 それほどまでに良いものだったなら、何故存続しなかったのか?
I.8.10 何故、CNTは国家に協力したのか?
I.8.11 協調路線の決定がアナキズム理論の産物だとすれば、アナキズムは間違っていると示されているのではないか?
I.8.12 協調路線の決定はCNT組合員に強制されたのか?
I.8.13 革命からどのような政治的教訓を学んだのか?
I.8.14 革命からどのような経済的教訓を学んだのか?
セクション J - アナキストは何を行うのか?
J.1 アナキストは社会闘争に参画するのか?
J.1. 1 何故、社会闘争は重要なのか?
J.1. 2 アナキストは改良に反対するのか?
J.1. 3 アナキストは何故改良主義に反対するのか?
J.1. 4 アナキストは「単一争点」キャンペーンにどの様な態度を取っているのか?
J.1. 5 アナキストは何故社会闘争を一般化しようとするのか?
J.2 直接行動とは何か?
J.2. 1 なぜアナキストは、物事を変えるために直接行動を使うのが望ましいとしているのか?
J.2. 2 なぜアナキストは変革手段として投票を拒絶しているのか?
J.2. 3 投票はどのような政治的意味を持っているのか?
J.2. 4 革新政党に対する投票は本当に効果的なのか?
J.2. 5 何故アナキストは投票拒否を支持しているのか、そしてその意味は何か?
J.2. 6 急進主義者が選挙を使う効果はどのようなものか?
J.2. 7 改良主義政党の実態を示すために、改良主義政党に投票すべきだというのは正しいのか?
J.2. 8 投票拒否は右翼政党が勝利する選挙をもたらすだろうか?
J.2. 9 投票の代わりに、アナキストは何を行うのか?
J.2.10 選挙を拒否するということは、アナキストは政治に無関心なのか?
J.3 アナキストはいかなる組織を構築するのか?
J.3. 1 親和グループとは何か?
J.3. 2 「統合」連盟とは何か?
J.3. 3 「綱領主義」とは何か?
J.3. 4 何故、多くのアナキストは「綱領」に反対なのか
J.3. 5 他種のアナキスト連盟はあるのか?
J.3. 6 アナキズム理論では、こうしたグループはどのような役割を果たしているのか?
J.3. 7 バクーニンの「不可視の独裁」は、アナキストが隠れ権威主義者だという証拠ではないのか?
J.3. 8 アナルコサンジカリズムとは何か?
J.3. 9 何故多くのアナキストはアナルコサンジカリストではないのか?
J.4 社会におけるいかなる傾向が、アナキスト活動の手助けをするのか?
J.4. 1 何故、社会闘争は良い兆候なのか?
J.4. 2 社会闘争は益となるよりも害となることの方が多いのではないか?
J.4. 3 新しい社会運動は、アナキストにとってポジティブな発展なのか?
J.4. 4 「経済構造危機」とは何か?
J.4. 5 何故この「経済構造危機」は、社会闘争にとって重要なのか?
J.4. 6 反政府・反大企業感情は何を暗示しているのか?
J.4. 7 コミュニケーション革命についてはどうなのか?
J.4. 8 変革の加速と情報爆発の意義は何なのか?
J.4. 9 ネット戦争とは何か?
J.5 アナキストはどのような代替社会組織を創り出すのか?
J.5. 1 地域組合主義とは何か?
J.5. 2 何故アナキストは産業別労働組合を支持するのか?
J.5. 3 既存労組に対してアナキストはどのような態度をとっているのか?
J.5. 4 産業別ネットワークとは何か?
J.5. 5 アナキストはいかなる形態の共同金融を支持しているのか?
J.5. 6 相互クレジット構想の鍵となる特徴は何か?
J.5. 7 大部分のアナキストは、相互クレジットだけで資本主義を廃絶するのに充分だと考えているのか?
J.5. 8 近代的な相互銀行システムはどのようなものになるのか?
J.5. 9 相互クレジットはどのように機能するのか?
J.5.10 何故アナキストは協同組合を支援するのか?
J.5.11 労働者が本当に自主管理をしたいと思っているのなら、何故生産者協同組合がもっと増えていないのだろうか?
J.5.12 自主管理が効率的ならば、資本主義企業は市場によって強制的にそれを導入させられるのだろうか?
J.5.13 「近代学校」とは何か?
J.5.14 リバータリアン自治体連合論とは何か?
J.5.15 社会保障制度に対してアナキストはどのような態度を取っているのか?
J.5.16 集団的自助には歴史的前例があるのか?
J.6 アナキストが主唱する子育ての方法は何か?
J.6. 1 自由な子供達を育てる主要原理とその原理を実行するときの主要な障害物は何か?
J.6. 2 新生児の養育に適用されたリバータリアン子育て法にはどのような実例があるのか?
J.6. 3 幼児の養育に適用されたリバータリアン子育て法にはどのような実例があるのか?
J.6. 4 子供が何も恐れないのなら、どのようにして子供たちは善良になることが出来るのか?
J.6. 5 だが、罰・禁制・宗教的教育がないのに、子供たちはどのようにして倫理を学習できるというのだろうか?
J.6. 6 だが、そもそも自由な子供はどのようにして利他性を学ぶのだろうか?
J.6. 7 「リバータリアン子育て」と呼んでいるものは、単に、子供を甘やかす方法の別名なのではないか?
J.6. 8 十代の性の解放についてアナキストはどのような立場をとっているのか?
J.6. 9 だが、十代の性の解放に関するこうした懸念は、経済の再構築のようなアナキストがもっと懸念すべき諸問題から関心をそらしてしまうのではないか?
J.7 アナキストは、「社会革命」ということで何を意味しているのか?
J.7. 1 アナキストは皆、革命家なのか?
J.7. 2 社会革命は可能なのか?
J.7. 3 革命は暴力を意味しているのではないか?
J.7. 4 社会革命はどのようなものになるのか?
J.7. 5 社会革命においてアナキストはどのような役割を果たすのか?
J.7. 6 アナキスト革命はどのようにして防衛されるのか?
付録:アナーキーのシンボル
付録:ロシア革命
NEW訳者ノート 04/06更新
ネット上の言論の自由のために、Anarchist Black Ribbon Campaign に参加しよう!
Anti-Copyright 98-Forever, AiN. All Resources Shared.
Dienstag, 5. Oktober 2010
Samstag, 18. September 2010
私物化される公園 最新情報
Mittwoch, 18. August 2010
Einige Fotos aus Tokyo
Miyashita Park in Shibuya, TokioBrennpunkt zwischen NIKE und Aktivisten.
Die Bezirksregierung will den Park an das globalen Unternehmen NIKE verkaufen und privatisieren. Jedoch scheint es, das sie aufgrund der Monatelangen und scharfen Gegenaktionen ihren Plan gestopt haben....
In diesem Sinne wollen die KollegInnen der FZRK, einer anarchosyndikalistische Freeter Union in Tokio, in Japan wirken,....
das anarco-syndikalistische Symbol "Schwarze Katze", an einem Gebäude in Tokyo

